BWA-Lexikon

Summen- und Saldenliste: Alle Konten Ihrer Buchhaltung im Überblick

Während die BWA Erlöse und Kosten zu wenigen Zeilen verdichtet, zeigt die Summen- und Saldenliste jedes einzelne Konto der Buchhaltung. Sie ist damit das Bindeglied zwischen Buchungsebene und Auswertungsebene — und die erste Anlaufstelle, wenn eine BWA-Zahl hinterfragt werden soll.

Banken fordern die SuSa regelmäßig zusammen mit der BWA an, weil sie auch Bestandskonten enthält: Forderungen, Verbindlichkeiten, Bankguthaben und Darlehen, die in der Erfolgsrechnung nicht auftauchen.

Definition

Die Summen- und Saldenliste (SuSa) führt alle bebuchten Konten eines Unternehmens mit Eröffnungsbilanzwert, Soll- und Haben-Umsätzen sowie aktuellem Saldo auf. Sie ist die Detailebene hinter den verdichteten Zeilen der BWA.

Die Spalten der Summen- und Saldenliste

Typischer Aufbau je Konto
SpalteBedeutung
Konto / BezeichnungKontonummer und Name laut Kontenrahmen
EB-WertEröffnungsbilanzwert zum Jahresbeginn (bei Bestandskonten)
Soll / Haben MonatBuchungsumsätze des aktuellen Monats
Soll / Haben kumuliertAufgelaufene Umsätze seit Jahresbeginn
SaldoAktueller Kontostand (Soll- oder Habensaldo)

SuSa und BWA: Detail und Verdichtung

Jede Zeile der Kurzfristigen Erfolgsrechnung ist eine Summe mehrerer Konten der SuSa. Die Position Personalkosten fasst etwa Gehälter, gesetzliche Sozialaufwendungen und weitere Lohnkonten zusammen. Wirkt eine BWA-Zeile auffällig, zeigt die SuSa, welches Konto — und damit welcher Sachverhalt — dahintersteckt.

Welche Kontonummern zu welcher BWA-Zeile gehören, bestimmt der Kontenrahmen: In SKR03 laufen Erlöse z. B. auf Konto 8400, in SKR04 auf 4400 — die BWA-Zeile ist in beiden Fällen dieselbe.

Was die SuSa zusätzlich zur BWA zeigt

Die SuSa enthält auch Bestandskonten: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten, Kassen- und Bankbestände. Für Fragen der Liquidität und des Working Capital ist sie damit aussagekräftiger als die reine Erfolgsrechnung.

SuSa automatisch mitlesen

bwa.expert erkennt die Summen- und Saldenliste in Ihrem DATEV-PDF automatisch — neben Kurzfristiger Erfolgsrechnung, Vorjahresvergleich, OPOS-Liste und USt-Voranmeldung. Daraus entstehen u. a. Kennzahlen zu Forderungen, Verbindlichkeiten und Lohnverbindlichkeiten.

  • Kontenrahmen (SKR03/SKR04) wird automatisch erkannt
  • Forderungen und Verbindlichkeiten L+L als eigene Dashboard-Widgets
  • Herkunftsnachweis: jede Zahl verweist auf Seite und Zeile im Original

Häufige Fragen

Warum verlangt die Bank SuSa und BWA zusammen?

Die BWA zeigt nur Erlöse und Kosten. Erst die SuSa macht Bestände sichtbar — offene Forderungen, Verbindlichkeiten, Kontokorrentsalden — und erlaubt der Bank, die Plausibilität der BWA-Zahlen zu prüfen.

Was bedeutet ein Soll- bzw. Habensaldo?

Ein Sollsaldo steht üblicherweise für Vermögen oder Aufwand (z. B. Forderungen, Kosten), ein Habensaldo für Schulden oder Erträge (z. B. Verbindlichkeiten, Erlöse). Entscheidend ist immer die Art des Kontos.

Wie aktuell ist eine Summen- und Saldenliste?

So aktuell wie die Buchhaltung: Sie wird zum jeweiligen Buchungsstand erzeugt, meist monatlich zusammen mit der BWA. Nachbuchungen verändern die kumulierten Werte späterer Listen.

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